Warum Early Adopter für innovative Marken so wichtig sind

1. Was sind inno­va­ti­ve Marken?

Inno­va­ti­ve Mar­ken sind Mar­ken, die ihren Kun­den etwas Neu­es und Auf­re­gen­des bie­ten. Die­se Art von Mar­ke zeich­net sich durch ihre Ein­zig­ar­tig­keit aus und hat damit einen sehr hohen Wie­der­erken­nungs­wert. Inno­va­ti­ve Mar­ken sind meist sehr krea­tiv und set­zen auf tech­no­lo­gi­sche Inno­va­tio­nen, um sich von der Kon­kur­renz abzu­he­ben. Eine inno­va­ti­ve Mar­ke ist in der Lage, Kun­den zu begeis­tern und zu über­ra­schen. Sie bie­tet also etwas Ein­zig­ar­ti­ges und Neu­es, das ande­re Mar­ken nicht haben. Die­ses neu­ar­ti­ge Kun­den­er­leb­nis genie­ßen die Ear­ly Adop­ter meis­tens als erste.

Inno­va­ti­ve Mar­ken wer­den immer belieb­ter, da sie den Kun­den ein bes­se­res Erleb­nis bie­ten als ihre Kon­kur­renz. Sie sind stets füh­rend im Wett­be­werb und bewei­sen somit, dass sie der Kon­kur­renz immer einen Schritt vor­aus sind. Die­se Mar­ken fol­gen jedoch nicht den klas­si­schen Regeln der Wer­bung, son­dern set­zen auf eine ande­re Stra­te­gie. Durch die Inves­ti­ti­on in Inno­va­ti­on wer­den sie zu Pio­nie­ren und errei­chen so einen hohen Bekannt­heits­grad. Inno­va­ti­ve Mar­ken über­zeu­gen durch Krea­ti­vi­tät, Qua­li­tät und Nutzerfreundlichkeit. 

Wenn du auf der Suche nach einer inno­va­ti­ven Mar­ke bist, soll­test du dir fol­gen­de Fra­gen stel­len: Bie­tet die Mar­ke etwas Neu­es und Auf­re­gen­des? Ist die Mar­ke krea­tiv und hat einen hohen Wie­der­erken­nungs­wert? Setzt die Mar­ke auf Tech­no­lo­gie und Design? Ist die Mar­ke Vor­rei­ter in ihrer Bran­che? Wenn du die­se Fra­gen mit Ja beant­wor­test, hast du wahr­schein­lich eine inno­va­ti­ve Mar­ke gefun­den. Inno­va­ti­ve Mar­ken sind die Zukunft – sie bie­ten den Kun­den etwas Beson­de­res und sor­gen für ein unver­gess­li­ches Erlebnis.

2. Was bedeutet Disruption?

Dis­rup­ti­on ist ein Pro­zess, der eine bestehen­de Märk­te oder Indus­trien auf den Kopf stellt. Es bezieht sich auf die Ein­füh­rung eines neu­en Pro­dukts oder einer neu­en Tech­no­lo­gie, die so radi­kal anders ist, dass sie die Art und Wei­se, wie Men­schen bis­her leben und arbei­ten, ver­än­dern kann. 

In unse­rer schnell­le­bi­gen Welt ist Dis­rup­ti­on all­ge­gen­wär­tig. Neue Pro­duk­te und Tech­no­lo­gien tau­chen stän­dig auf und ver­än­dern die Art und Wei­se, wie wir leben und arbei­ten. Dis­rup­ti­on kann posi­tiv sein, indem es uns neue Mög­lich­kei­ten eröff­net uns wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, aber auch nega­tiv, wenn es eta­blier­te Märk­te oder Indus­trien auf den Kopf stellt und immer mit Ver­lust ver­bun­den ist. In jedem Fall ist Dis­rup­ti­on ein Pro­zess, den wir beob­ach­ten und ver­ste­hen müs­sen, um mit der schnell­le­bi­gen Welt Schritt hal­ten zu können. 

Early Adopter sind offen für Innovationen, wie zum Beispiel VR-Brillen. Auf dem Bild ist ein junger Mann zu sehen, der eine solche VR Brille trägt und Controller in den Händen hält.

Was genau ist nun ein disruptives Produkt? 

Ein dis­rup­ti­ves Pro­dukt ist ein Pro­dukt, das so inno­va­tiv ist, dass es den Sta­tus quo her­aus­for­dert und schließ­lich ver­än­dert. Dis­rup­ti­ve Pro­duk­te sind oft bil­li­ger, ein­fa­cher oder beque­mer als die eta­blier­ten Pro­duk­te auf dem Markt und bie­ten den Kun­den einen Mehr­wert, den sie nicht erwar­tet haben. Um ein dis­rup­ti­ves Pro­dukt auf den Markt zu brin­gen, müs­sen Unter­neh­men daher eine Rei­he von Maß­nah­men ergrei­fen. Zunächst muss man die Anfor­de­run­gen des Mark­tes ver­ste­hen und die Bedürf­nis­se der Kun­den ken­nen. Dies hilft bei der Erschaf­fung von inno­va­ti­ven Lösun­gen, die den unter­schied­li­chen Anfor­de­run­gen gerecht wer­den. Anschlie­ßend soll­te man eine Stra­te­gie ent­wi­ckeln, um das Pro­dukt auf dem Markt zu plat­zie­ren und den gewünsch­ten Erfolg zu erzielen. 

Ein gutes Bei­spiel für dis­rup­ti­ve Inno­va­ti­on ist Apple mit sei­nem iPod. Der iPod revo­lu­tio­nier­te das Musik­ge­schäft, indem er es Men­schen ermög­lich­te, Musik auf kleins­tem Raum bequem zu spei­chern und über­all­hin mit­zu­neh­men. Der iPod war leis­tungs­star­ker als sei­ne Kon­kur­ren­ten und bot gleich­zei­tig ein moder­nes Design mit intui­ti­ver Bedie­nung. Die Schaf­fung die­ses inno­va­ti­ven Pro­dukts hat es Apple ermög­licht, in einem vor­her nie dage­we­se­ne Art und Wei­se Geld zu ver­die­nen – es hat mehr Umsatz gene­riert und Kos­ten­ein­spa­run­gen bewirkt. 

Durch Dis­rup­ti­on wird ein neu­er Stan­dard im Markt gesetzt – Unter­neh­men müs­sen sich anpas­sen oder unter­ge­hen. Es ist daher wich­tig, dass Unter­neh­mer die Bedürf­nis­se ihrer Kund­schaft ver­ste­hen und Lösungs­an­sät­ze fin­den, die ande­re nicht bie­tet kön­nen – nur so kann man in einem scharf umkämpf­ten Markt Bestand haben.

3. Diffusionstheorie nach Rogers

Carl Rogers war ein Psy­cho­lo­ge, der durch sei­ne Wei­ter­ent­wick­lung psy­cho­lo­gi­scher Theo­rien bekannt wur­de. Sei­ne Dif­fu­si­ons­theo­rie wur­de 1961 erst­mals ver­öf­fent­licht und ist einer der Kern­aspek­te sei­nes Wir­kens. Nach­dem Rogers die Dif­fu­si­ons­theo­rie ver­öf­fent­licht hat­te, wur­de sie zu einem der wich­tigs­ten Kon­zep­te in der Sozio­lo­gie. Die Theo­rie beschreibt, wie Inno­va­tio­nen sich in einer Gesell­schaft aus­brei­ten. Sie stellt ein Modell dar, das erklärt, war­um und wie Inno­va­tio­nen von eini­gen Men­schen ange­nom­men wer­den und von ande­ren nicht.

Die Kern­aus­sa­gen der Dif­fu­si­ons­theo­rie las­sen sich in fünf Punk­te zusammenfassen: 

  1. Inno­va­tio­nen brei­ten sich nicht gleich­mä­ßig in einer Gesell­schaft aus. Es gibt immer eini­ge Vor­rei­ter (Inno­va­to­ren), die die Inno­va­ti­on als Ers­te anneh­men, und dann fol­gen die Ear­ly Adop­ters, die Main­stream-Bevöl­ke­rung und die Nach­züg­ler (Lag­gards). 
  2. Die Wahr­schein­lich­keit, dass eine Per­son eine Inno­va­ti­on annimmt, hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab, zum Bei­spiel dem sozia­len Sta­tus, dem Bil­dungs­ni­veau oder der Persönlichkeit. 
  3. Um eine Inno­va­ti­on zu ver­brei­ten, müs­sen die Men­schen wis­sen, dass sie exis­tiert (Awa­reness), ver­ste­hen, wie sie funk­tio­niert (Under­stan­ding) und glau­ben, dass sie von Nut­zen sein könn­te (Belief). 
  4. Die Ver­brei­tung einer Inno­va­ti­on kann durch ver­schie­de­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le erfol­gen, zum Bei­spiel per­sön­li­che Kon­tak­te, Mas­sen­me­di­en oder Werbung. 
  5. Die Dif­fu­si­on einer Inno­va­ti­on ist kein linea­rer Pro­zess, son­dern ver­läuft in einer Ampli­tu­de. Zuerst neh­men die Vor­rei­ter die Inno­va­ti­on an, dann fol­gen die Ear­ly Adop­ters und so weiter.

In der Pra­xis kön­nen Orga­ni­sa­tio­nen die Dif­fu­si­ons­theo­rie nach Rogers nut­zen, um neue Ideen und Pro­duk­te zu ver­mark­ten. Ein Sze­na­rio wäre zum Bei­spiel, dass ein Unter­neh­men ver­sucht, sei­ne neue Soft­ware an mög­lichst vie­le Kun­den zu ver­kau­fen. Durch das Ver­brei­ten der Wer­be­bot­schaft über sozia­le Medi­en und ande­re Kanä­le kann das Unter­neh­men errei­chen, dass mehr Men­schen über sein Pro­dukt Bescheid wis­sen. Dies erhöht letzt­lich die Chan­cen des Unter­neh­mens, das Pro­dukt tat­säch­lich zu verkaufen. 

Ein wei­te­res Bei­spiel ist der Ein­satz von Influ­en­cern in sozia­len Medi­en. Influ­en­cer sind Per­so­nen mit gro­ßer Reich­wei­te in sozia­len Medi­en, die als Mar­ken­bot­schaf­ter für Unter­neh­men fun­gie­ren und ihr Publi­kum über neue Ideen oder Pro­duk­te infor­mie­ren kön­nen, indem sie ihren Fol­lo­wern etwas Neu­es prä­sen­tie­ren, hel­fen sie dem Unter­neh­men dabei, mehr Auf­merk­sam­keit für sein Pro­dukt zu gene­rie­ren und letzt­lich mehr Kun­den zu gewinnen. 

4. Früher Markt: Innovatoren und Early Adopter

Laut der Dif­fu­si­ons­theo­rie von Rogers gibt es fünf grund­le­gen­de Grup­pen, die bei der Ein­füh­rung eines neu­en Pro­dukts oder einer neu­en Idee in einen bestehen­den Markt eine Rol­le spie­len. Die fünf Grup­pen sind die Inno­va­to­ren, die Ear­ly Adop­ters, die Ear­ly Majo­ri­ty, die Late Majo­ri­ty und die Lag­gards. Die Inno­va­to­ren sind die Ers­ten, die ein neu­es Pro­dukt oder eine neue Idee aus­pro­bie­ren. Die Inno­va­to­ren sind eine klei­ne, aber wich­ti­ge Grup­pe in unse­rer Gesell­schaft. Ohne sie wür­den neue Pro­duk­te und Ideen nie­mals getes­tet oder ange­nom­men. Inno­va­to­ren haben oft hohe sozia­le Stel­lun­gen und sind risi­ko­freu­dig und neu­gie­rig. Sie machen nur etwa 2,5% der Gesamt­be­völ­ke­rung aus, aber ihre Rol­le ist ent­schei­dend für den Erfolg vie­ler Unternehmen. 

Die Ear­ly Adop­ters sind die nächs­te Grup­pe, die ein neu­es Pro­dukt oder eine neue Idee aus­pro­bie­ren. Sie sind weni­ger risi­ko­freu­dig als die Inno­va­to­ren, aber noch neu­gie­rig genug, um sich auf etwas Neu­es ein­zu­las­sen. Die Mei­nung der Ear­ly Adop­ters wird von ande­ren men­schen oft als Maß­stab genom­men, ob sie das Pro­dukt oder die neue Idee auch kau­fen soll­ten oder nicht. Ins­ge­samt machen die Ear­ly Adop­ters etwa 13,5% der Gesamt­be­völ­ke­rung aus. 

Bei­de Grup­pen spie­len bei der Ein­füh­rung eines neu­en Pro­dukts eine ent­schei­den­de Rol­le, da sie zur Schaf­fung von Auf­merk­sam­keit und Inter­es­se bei­tra­gen und ande­re Leu­te dazu inspi­rie­ren kön­nen, das­sel­be zu tun. 

5. Massenmarkt: Early Majority, Late Majority, Nachzügler

Die Ear­ly Majo­ri­ty ist eine Grup­pe, die rela­tiv früh, also als nächs­tes nach den Ear­ly Adop­ters auf neue Ideen oder Pro­duk­te anspringt. Die­se Men­schen sind meis­tens gut infor­miert und haben ein offe­nes Ohr für Neu­es. Sie sind aber auch sehr kri­tisch und nur sel­ten bereit, ein neu­es Pro­dukt blind zu kau­fen. Sie wol­len sich erst ein­mal gründ­lich infor­mie­ren und abwä­gen, ob das Neue tat­säch­lich etwas für sie ist. 

Die Late Majo­ri­ty ist eine Grup­pe, die etwas spä­ter auf neue Ideen oder Pro­duk­te anspringt. Die­se Men­schen sind meis­tens miss­trau­isch gegen­über Neu­em und set­zen sich erst ein­mal gründ­lich damit aus­ein­an­der, bevor sie sich dafür ent­schei­den. Auch die Late Majo­ri­ty ist sehr kri­tisch und lässt sich nur sel­ten von Hype oder Wer­bung beein­flus­sen. Sowohl die Ear­ly als auch die Late Majo­ri­ty haben jeweils einen Anteil von ca. 34 %.

Die Leg­gards (Nach­züg­ler) sind die­je­ni­gen, die am lang­sams­ten auf Neu­es reagie­ren. Die­se Men­schen sind oft skep­tisch gegen­über Neue­run­gen und ändern ihre Gewohn­hei­ten nur unger­ne. Oft­mals war­ten sie ab, bis das Neue schon eta­bliert ist und sich bewährt hat, bevor sie es in Betracht zie­hen. Sie machen einen Anteil von etwa 15 % aus.

Inno­va­ti­ons­zy­klen ver­lau­fen also meis­tens nach dem Mus­ter “Inno­va­to­ren — Ear­ly Adop­ters — Ear­ly Majo­ri­ty — Late Majo­ri­ty — Leg­gards”.  Zunächst sprin­gen die Inno­va­to­ren und die Ear­ly Adop­ters auf das Neue an, gefolgt von der Ear­ly Majo­ri­ty. Danach erst kom­men die Late Majo­ri­ty und Leg­gards ins Spiel. Die­ses Mus­ter ist jedoch nicht immer gleich stark aus­ge­prägt — manch­mal über­sprin­gen auch Grup­pen eine Pha­se oder reagie­ren gleich­zei­tig auf das Neue.

6. Fazit

War­um sind Ear­ly Adop­ter für inno­va­ti­ve Mar­ken so wich­tig? Die Ear­ly Adop­ter sind die­je­ni­gen, die eine Inno­va­ti­on zuerst anneh­men und beein­flus­sen damit die Mei­nung aller, die die Inno­va­ti­on spä­ter erst anneh­men. Durch ihre frü­he Akzep­tanz und ihr gro­ßes Enga­ge­ment kön­nen sie die Wahr­neh­mung einer Mar­ke nach­hal­tig posi­tiv beein­flus­sen. Die­ser posi­ti­ve Ein­fluss ist beson­ders wich­tig, da Inno­va­ti­ons­zy­klen immer kür­zer wer­den und es immer schwie­ri­ger wird, sich dau­er­haft am Markt zu behaup­ten. Ear­ly Adop­ter sind also wich­ti­ge Mul­ti­pli­ka­to­ren für inno­va­ti­ve Marken.

Bild­quel­len:
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